Das Kettenhemd (oder auch Ringelpanzer) war die Primärrüstung des hochmittelalterlichen Ritters. Im dreizehnten Jahrhundert war es oberschenkellang und hatte in der Regel angesetzte Fäustlinge (Außnahmen bestätigen auch hier die Regel). Es wog ca. 15-20kg. Jeder einzelne der (tausenden) Ringe war vernietet.
Kettengeflecht
Langärmelige Kettenpanzer
Halbarm-Kettenhemden bzw. Hemden ohne Fäustlinge
Im Gegensatz zum restlichen Abendland, in dem die Kettenhaube an das Kettenhemd angesetzt war und die seperate Kettenkapuze sich erst Anfang des 14.Jh durchsetzte, gab es im deutschen Raum bereits um 1220 seperate Hauben, die generell einen rechteckigen Schulterabschluß vorwiesen. Daß diese Kettenhauben keine Ausnahmen waren, sondern eher die Regel (besonders im regionalen Norden Dtschl.), bestätigt die verhältnismäßige Vielzahl an Quellen, auf die ich bei meinen Recherchen gestoßen bin.